Von Siegen, Pech und ungleichen Kämpfen

Der Saisonendspurt begann für den Salzland-Achter mit dem fünften und letzten Renntag der Ruder-Bundesliga. „Die Zielstellung ist klar, wir wollen Tabellenplatz 11 verteidigen“, so Steuerfrau Elisa-Sophie Träger im Vorfeld des Renntages. Dass dieses Ziel schwer, aber zugleich machbar ist, zeigte das Zeitfahren. Der Salzland-Achter trat gegen die Lok Bremen an und besiegte die, in der Tabelle weiter vorne platzierten, Hansestädter. Der Gesamtüberblick verdeutlichte die Spannung des Saisonfinals. Das Sprintteam Mülheim, der direkte Konkurrent um den 11. Tabellenplatz, war nur wenige Zehntel entfernt und präsentierte sich technisch sehr stark. In den folgenden Rennen wurden die Saalestädter zum wiederholten Mal diese Saison Opfer der Zeitregel im Achtelfinale. „Das war natürlich ein harter Schlag für uns, ab dann galt es jedes Rennen zu gewinnen, damit in der Tagesabrechnung wenigstens Platz 13 zu Buche steht. Dazu kam immer der etwas bange Blick zur Konkurrenz aus Mülheim, aber sie patzten zum Glück ebenfalls“, erzählt Schlagmann Lukas Nitzsche.

Nachdem erst gegen Lübeck und kurze Zeit später gegen den Achter aus Bad Waldsee gewonnen werden konnte kam es zum großen Showdown. Mülheim und Bernburg landeten im Finale um Tagesplatz 13. Der Gewinner würde in der Tabelle 11. werden, der Verlierer nur 12.

Obwohl der Salzland-Achter als Außenseiter galt und auf Bahn 2 startete, konnte er die ersten 100 Meter für sich entscheiden. Im besten Rennen des Tages gelang es dem Team um Kapitän Karl Zander weiterhin auf dem Gas zu bleiben und nach 350 Metern als erster die Ziellinie zu passieren und sich nicht nur den 11. Platz in der 11. Saison der Ruder-Bundesliga zu sichern, sondern gleichzeitig das beste Endergebnis in der achtjährigen Geschichte des Salzland-Achters zu belegen. „Das Rennen war der perfekte Abschluss für die diesjährige RBL-Saison“, resümiert Teamleiter Daniel Sobotta.

Doch damit war das Wettkampfwochenende für die Salzländer noch nicht vorbei. Am Sonntag fand der alljährliche und prestigeträchtige Städtekampf zwischen Magdeburg und Halle statt. Jedoch konnte Halle keinen Achter stellen, sodass der geschundene Salzland-Achter, im ungleichen Kampf, gegen den mit Weltmeistertiteln geschmückten Achter vom SC Magdeburg antrat. Co-Schlagmann Johannes Fischer fasst das Rennen wie folgt zusammen: „1000 Meter waren für uns Sprinter zu viel, wir konnten einfach nicht gegenhalten, dafür hat man den Vortag zu sehr im Körper gespürt. Dennoch gehen wir positiv aus diesem Tag, wir konnten uns den Leuten an der Strecke und abends im Fernsehen gut präsentieren und sind stolz auf unsere Leistung.“

Für den endgültigen Saisonabschluss ging es für das Flaggschiff des Bernburger Ruderclubs mitsamt der Jugend zur Regatta nach Celle. Der Salzland-Achter startete dabei beim XENTAL-Sprintcup über zweimal 400m direkt hintereinander. „Dass wir beide Rennen so deutlich gewinnen konnten zeigt, dass wir den Preis auch redlich verdient haben, es war ein sehr schöner Abschluss der Wettkampfsaison für uns“, finalisiert Teamkapitän Karl Zander.

Das Team Salzland-Achter bedankt sich bei allen Unterstützern und Sponsoren für die einzigartige Saison 2019!

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