Rekord im Flutlichtfinale

Knappe zwei Wochen waren seit dem dritten Renntag in Hannover vergangen, als bereits das Saisonhighlight, der Renntag in Leipzig anstand. Nach einer Wiederholung des 9. Platzes und somit der erneuten besten Erstligaplatzierung sah es für das Team um den wieder genesenen Kapitän Karl Zander zunächst lange nicht aus. Im Zeitfahren wurde nur Platz 15 erreicht, das schlechteste Zeitfahren dieser Saison. „Im folgenden Achtelfinale mussten wir dann aufgrund der schlechten Ausgangsposition vom Zeitfahren gegen den extrem starken Achter aus Gießen antreten. Wir haben auch ein super Rennen abgeliefert aber der Gegner war einfach zu stark“, gibt Schlagmann Lukas Nitzsche zu Protokoll und ergänzt: „durch das Viertelfinale legten wir dann den Grundstein für den Rest des Renntages“. So wurde der Germania Achter aus Frankfurt mit sehr großem Vorsprung besiegt und durch die Deutlichkeit des Ergebnisses neues Selbstbewusstsein geschöpft. Im Halbfinale wartete dann der Dauerrivale dieser Saison aus Mainz auf die Saalestädter. Der Mainzer Achter konnte dieses Jahr bereits dreimal besiegt werden und doch schien die Tagesform der Rheinhessen besser zu sein wodurch dem Salzland-Achter die Außenseiterrolle zukam. Wie in den voran gegangenen Duellen führte der Bernburger Achter auf den ersten 100 Metern. Die Mainzer fuhren diese entstandene Lücke jedoch sehr schnell zu und konnten sogar einen kleinen Vorsprung herausfahren ehe sich der Salzland-Achter, getragen durch die vielen frenetischen Zuschauer, wieder heran kämpfte und die beiden Boote nach 350 geruderten Metern Bug an Bug über die Ziellinie gingen. Das Ergebnis war so knapp, dass das Zielfoto zur Klärung herbeigezogen werden musste. „In diesem Moment war ich mir fast sicher, dass Mainz das Rennen gewonnen hat, die Jungs hatten alles gegeben, der Schlagzweier war durch Erkältungen angeschlagen und beide saßen kreidebleich vor mir. Ehe das Ergebnis verkündet wurde verging die Zeit wie in Zeitlupe, deshalb war dann die Freude umso größer als unser Sieg verkündet wurde und feststand, dass wir erneut in den Top-10 landen“, sagt Steuerfrau Elisa-Sophie Träger sichtlich begeistert.

Danach hieß es beim „PLANAT-Renntag“ - Licht aus, Spot an -. Die Finals wurden traditionell bei Flutlicht ausgefahren und die Stimmung in der Elsterflutbett-Arena erreichte ihren Höhepunkt. Der Gegner im Finale um die Plätze 9 und 10 kam aus dem Ruhrgebiet und war der Ruderclub Witten. Auch in diesem Rennen konnte die hell erleuchtete „Salzland“ den Start für sich entscheiden und behielt jedoch im gesamten Rennen die Bugspitze vorn und sicherte sich vor dem unmittelbaren Tabellennachbarn den 9. Platz. „Damit haben wir gezeigt, dass das Ergebnis von Hannover keine Eintagsfliege war, wir hatten keine optimale Vorbereitung und waren nicht im Vollbesitz unserer Kräfte, dann erneut die beste Erstligaplatzierung einzufahren ist unglaublich und belohnt für die harte Arbeit, die hinter einem solchen Projekt steht, dazu die 25.000 Zuschauer, wovon viele für uns geschrien und geklatscht haben. Das ist ein tolles Gefühl“, sagt Teamkapitän Karl Zander abschließend.

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