Kleiner Dämpfer für den Salzland-Achter Bernburg

Der „Melitta-Renntag“ startete bei regnerischem Wetter mit Platz 13 im Zeitfahren. Zwar musste sich der Salzland-Achter dem Überraschungsteam aus Witten geschlagen geben, doch die exakte Wiederholung des Zeitfahrergebnisses vom ersten Renntag in Duisburg stimmte die Recken von der Saale sehr positiv, zumal aus diesem, für das anstehende Achtelfinale gegen Wurzen, Derbystimmung aufkam. Trotz unsauberem Start lag die „Salzland“ erneut auf den ersten 100 Metern in Führung und passierte letztendlich dennoch eine Sekunde später als der „Wurzen-Achter“ die Ziellinie. Obwohl das Team um Steuerfrau Elisa Träger gegen den favorisierten Medaillenaspiranten des Vorjahres eine sehr couragierte Leistung ablieferte, stimmte auch aufgrund äußerer Einflussfaktoren die Zeit nicht. Daraus folgte ein Abrutschen in das untere Tabellendrittel. „Das war sehr schade. Wir sind ein ordentliches Rennen gefahren und hatten einfach Pech. Wechselnde Strömungsverhältnisse durch Schiffe oder drehende Winde gehören leider dazu. Rudern ist ein Outdoor Sport und in der Bundesliga geht es um Sekundenbruchteile. Damit müssen wir leben“, resümiert Schlagmann Lukas Nitzsche.

Im nachfolgenden Viertelfinale kam es zu einem Déjà-vu. Wie im Duisburger Halbfinale kam auch auf dem Mittellandkanal, 13 Meter über der Weser, der Gegner aus Hameln. Leider wiederholte sich ebenfalls das Renngeschehen indem Bernburg klar den Start gewann, jedoch im Ziel nur zweiter Sieger wird.

Mit viel Frust im Bauch ging es in den Folgerennen um Schadensbegrenzung. Im Halbfinale ging es darum, ein Abrutschen in das unterste Finale zu vermeiden. War der „Waldsee-Achter“ aus Baden-Württemberg im Zeitfahren lediglich 5 Hundertstelsekunden langsamer als der Salzland-Achter, demonstrierten die Saalestädter nun ihre Stärke und gewannen souverän mit 2,5 Sekunden Vorsprung.  So galt es für die Steuerfrau und ihre 8 Ruderer ein letztes Mal an diesem Renntag die volle Konzentration zu bündeln und ihre gesamte Kraft im Finale gegen den „Travesprinter“ aus Lübeck ins Wasser zu bekommen. Jedoch entwickelte sich die Phase kurz vor dem Start zu einer reinen Nervenschlacht. Aufgrund von einer Entenfamilie in der Strecke mussten die beiden Boote 20 Minuten lang in den Startblöcken liegen, ehe die Ampel auf Grün sprang und das Rennen endlich startete. Steuerfrau Elisa Träger ließ sich durch dieses psychologischen Druck nicht aus der Ruhe bringen und absolvierte auch im fünften Rennen des Tages auf der extrem anspruchsvollen Strecke, als eine der wenigen im 18 Boote großen Teilnehmerfeld, eine exzellente Steuerleistung. Auch die von ihr und den zahlreichen Zuschauern angetriebenen Bernburger Ruderer zeigten, dass ihre Ansprüche höher liegen und fuhren zum Tagesabschluss einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein. Kapitän Karl Zander finalisiert: „Der Renntag war nicht unser Traumergebnis, aber wir wussten, dass es auf der etwas längeren Strecke in Minden sehr schwer für uns wird. Dazu konnten wir auf lediglich 9 Ruderer zurückgreifen. Das hat taktische Wechsel verhindert. Wir haben dennoch das beste daraus gemacht und immerhin noch ein solides Ergebnis geholt.“

Das Team Salzland-Achter bedankt sich bei allen Sponsoren und Fans an der Strecke oder vor dem Livestream und freut sich auf den dritten Renntag am 03.08.2019 in Hannover.

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