Salzland-Achter mit historischem Ergebnis in der Ruder-Bundesliga!

Der Renntag startete für den Achter aus dem Bootshaus Bernburg unter denkbar schlechten Vorzeichen. So musste das Team um Schlagmann Lukas Nitzsche, unter anderem krankheitsbedingt auf Mannschaftskapitän und emotional-leader Karl Zander verzichten. Der hohe Krankenstand hatte zur Folge, dass für den Renntag ohne Auswechsel-Ruderer ausgekommen werden musste. Im Zeitfahren wartete dann der amtierende Ligachampion und Tabellenführer aus Berlin. Gegen den haushohen Favoriten aus der Bundeshauptstadt konnte in einem guten Rennen der Abstand überraschenderweise relativ klein gehalten werden, sodass mit Platz 11 das beste Zeitfahrergebnis der laufenden Saison erreicht wurde. Im anschließenden Achtelfinale ging gegen den Lokalmatadoren aus Hannover leider nicht nur der direkte Vergleich verloren, auch der Zeitvergleich aller Verlierer der Achtelfinals lief aufgrund eines aufgezogenen Unwetters nicht zu Gunsten der Salzländer. Dadurch war der Gegner im kommenden Viertelfinale kein Geringerer als der Rekordligachampion aus Krefeld. In einem beherzten Rennen hatte der Salzland-Achter vom Start an den Bug in Front und passierte mit 7/10 Sekunden Vorsprung die Ziellinie. „In dem Rennen hat echt alles gepasst. Wir sind sehr gut losgefahren und haben nicht nachgelassen. Dazu hat uns Krefeld vielleicht ein wenig unterschätzt und die optimale Zeit zum Ablegen verpasst, sodass sie beinahe zu spät am Start erschienen. Da hatten wir das Momentum einfach auf unserer Seite und haben es eiskalt ausgenutzt“, sagt Co-Schlagmann Johannes Fischer sichtlich zufrieden.

Bereits zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass der Salzland-Achter seine Saisonbestleistung vom ersten Renntag mit Platz 12 mindestens wiederholen wird. Doch es ging um mehr, mit einem Sieg gegen den Tabellenfünften aus Bremen winkte für die Saalestädter ein Top 10 Ergebnis. Erneut auffrischender Wind sorgte für wellige und extrem schwierige Bedingungen auf dem Maschsee mit denen die Recken aus Sachsen-Anhalt am Start deutlich besser zurechtkamen als der Achter von der Lokomotive Bremen. Auch nach Streckenhälfte lies sich die „Salzland“ nicht von ihrem Erfolgskurs ablenken und gewann das Rennen gegen das Team aus dem Norden der Republik. „Bremen hat schon im Aufwärmbereich ein paar Probleme mit den Bedingungen gezeigt, wir sind dagegen überraschend sauber gefahren und haben uns nicht negativ beeinflussen lassen. Auf den letzten 150 Metern wurde der Vorsprung geringer aber wir waren voller Entschlossenheit das Ding zu gewinnen und konnten dann letztendlich auch mehr als verdient jubeln“, fügt Mittelschiffmotor Florian Eidam hinzu.

Im folgenden Finale um die Plätze 9 und 10 trafen dann mit dem Salzland-Achter und dem Mainzer Achter die zwei Überraschungsmannschaften des Renntags aufeinander. Diese Paarung des Tabellen 15. und 16. erstaunte selbst Kommentator Jan Czichy: „Diese beiden Achter hat hier jeder deutlich weiter unten erwartet, eine unglaubliche Leistung von den Rheinhessen und den Salzländern, dazu eine Finalpaarung ohne Favoritenrolle. Das ist Ruder-Bundesliga.“  

Das Rennen erfüllte alle Erwartungen in Sachen Spannung im vollen Maße. Kurz vor dem Start setzte sintflutartiger Regen ein, welcher unentwegt auf die Mannschaften einpeitschte und exakt in der Minute des Rennens am Maximum war. Zum wiederholten Male spielte der Salzland-Achter seine enorme Startstärke aus und behielt mit seinem wuchtigen Ruderstil im Kampf der Systeme gegen die leichteren Mainzer auch im Ziel den Bugball vorne. „Der Regen war so stark, dass ich nicht wirklich sehen konnte wo ich hin steuere, großes Lob an die Jungs, dass sie sich von nix beirren haben lassen und so konsequent auf dem Gas geblieben sind“, erzählt Steuerfrau Elisa-Sophie Träger.

Dieser 9. Platz in der ersten Ruder-Bundesliga der Männer geht in die Geschichtsbücher des Salzland-Achters ein. Noch nie waren seit dem 8-jährigen Bestehen des Achters weniger Teams vor den Bernburgern platziert.

Diese positive Energie wollen die Saalestädter nun mit zum nächsten Renntag, dem fast-Heimspiel in Leipzig, nehmen. Das Team bedankt sich bei allen Sponsoren und Fans vor Ort in Hannover und den Zuschauern bei sportdeutschland.tv und freut sich auf die grandiose Unterstützung am 17.08.19 in Leipzig am Elsterflutbett.

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