Salzlandachter gewappnet für die Bundesliga!

Nachdem der Winter für den Salzlandachter leider nicht wie erwünscht verlief und von zahlreichen krankheitsbedingten Ausfällen geprägt war, gestaltete sich der April deutlich erfolgreicher. Zunächst stand als weitläufige Vorbereitung auf die Bundesligasaison die Triton-Langstrecke im Vierer an. Mit dem Platz auf dem Podest mussten sich die Bernburger nur zwei Dresdner Booten geschlagen geben und konnten mit einem guten Gefühl aus dem Wettkampf gehen.

Nach Ostern blieb den Recken aus der Saalestadt jedoch keine Zeit, um sich von den Feiertagen zu erholen. Es startete ein fünftägiges Trainingslager im brandenburgischen Prieros, bei welchem es hauptsächlich darum ging, gemeinsame Bootskilometer zu sammeln. Zudem gab es einige personelle Änderungen und eine leichte Wandlung im Ruderstil. Die größte Neuerung dabei war sicherlich der Wechsel auf der Position des Schlagmannes. Lukas Nitzsche, bisher Co-Schlagmann rückte auf 8 und der etatmäßige Schlagmann Karl Zander ins Mittelschiff. Dabei galt es im Speziellen, den veränderten Rhythmus und die umgebaute Schlagstruktur des neuen Schlagmannes aufzunehmen und gemeinsam das Boot schnell zu machen. Hierfür absolvierten die Mannschaft drei Einheiten am Tag und konnte den Trainingsrückstand der vergangenen Wochen vernünftig ausgleichen. „Drei Mal Training am Tag ist hart, aber da mussten wir durch, wir hatten in der letzten Zeit viel mit nicht-beeinflussbaren Schwierigkeiten zu tun, deshalb war es jetzt umso wichtiger, ordentlich Kilometer zu schrubben. Wenn man dann förmlich bei jeder einzelnen Ausfahrt den Fortschritt spürt, hat es sich gelohnt diese Entbehrung auf sich zu nehmen.“

Wie lohnenswert diese Woche der Qualen jedoch wirklich war, sollte die heimische Bernburger Regatta eine Woche vor dem Bundesligastart zeigen. Ehe es zum Highlight des ersten Regattatages, dem Männerachter über 1000m, kam, konnte das Team Salzlandachter bereits im Zweier den Sieg erringen und ein erstes Ausrufezeichen an die anwesende RBL-Konkurrenz senden. Beim abendlichen Achterrennen rechnete sich vor allem der Vorjahressieger und Bundesligatabellen-Fünfte aus Dresden besonders hohe Siegchancen aus. Doch diese Rechnung konstruierte der Achter aus Elbflorenz ohne den Underdog aus Bernburg. Der Salzlandachter begann das Rennen in Favoritenmanier von vorne weg und lies sich auch von den wütenden Spurts der Gegner nicht beunruhigen. Somit konnte der Bernburger Achter das erste Mal seit langem auf der Saale einen Heimsieg erringen. Weltmeistervater und Regattasprecher Steffen Planer erzählte begeistert: „Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann das letzte Mal ein Achter des Bernburger Ruderclubs bei der eigenen Regatta gewonnen hat. Die Jungs haben das Wasser endlich wieder richtig zum Kochen gebracht.“

Am Sonntag finden traditionell neben dem Sprintcup im Vierer, zwei Testläufe der Mitteldeutschen Bundesligisten statt. Dazu Steuerfrau Elisa Träger: „Der Sieg über die 1000m war Balsam für die Seele, aber die 350m sind nochmal was anderes. Wichtig ist, dass wir das Selbstbewusstsein, welches wir letzte Saison verloren haben und das nun endlich wieder da ist, effektiv in Vortrieb umwandeln können.“ Dies gelang den Salzländern, so holten sie die ersten beiden Plätze im Sprintcup und belegten darüber hinaus in beiden Achter-Läufen den zweiten Platz. Cheftrainer Gunnar Richter gibt zu Protokoll: „Die Läufe waren nicht optimal aber eine sehr gute Vorbelastung für den RBL-Renntag, mit Wellen und Blattkontakt müssen wir klarkommen, da ist es wichtig ruhig zu bleiben und nicht durchzudrehen. Genau das haben die Jungs hinbekommen. Es war schade, dass der Wurzen Achter so kurzfristig abmelden musste, aber auch so war es ein guter Test.“ Teamkapitän Karl Zander zieht ebenfalls ein positives Resümee: „Das war ein gutes Wochenende für uns, wir haben Rennerfahrung im Achter gesammelt und mit dem Sieg im Vierer-Cup die Teamkasse etwas aufgebessert, jetzt heißt es realistisch zu bleiben und nächste Woche in Duisburg zu liefern.“

Der Salzlandachter fiebert dem Ligaauftakt am kommenden Samstag entgegen und ist höchst motiviert, in der schnellsten Sprintliga der Welt seine volle Stärke zu entfalten. Los geht es bereits um 08:39Uhr mit dem Zeitfahren gegen den Mainzer Achter, live zu verfolgen auf sportdeutschland.tv

 

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